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Ab sofort Permanent Visa und Extension 
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Vor wenigen Tagen, hat der philippinische Kongress des neue Emigrationsgesetz gebilligt. Nun muss noch der Senat und der Resident das neue Gesetzt ratifizieren. Insider rechnen damit, dass noch im Sommer dieses Jahres das neue Reformpaket in Kraft treten kann. Die letzte Anpassung erfolgte 1987, aber die Urfassung stammt noch aus dem Jahr 1941.
Viele Leser und User haben lange darauf gewartet, die neue Reportage unter den Arbeitstitel - Unser Mann in Manila – Ein Deutscher holt Unschuldige aus dem Knast, wird nun vom Sender der Deutschen Welle ausgestrahlt.
Rückblick
Anmerkungen zum Fall Joachim Guilliard
ferdeschwanz gebunden. Er wirkt viel jünger als 60 Jahre. Ruhig und ganz leise spricht er. Seine Geschichte, wie er sie erzählt, handelt von falscher Freundschaft, Verrat und eigener Naivität. Die Philippinen sind der tropische Traum vieler deutscher Geschäftsleute, Aussteiger und Touristen. Einige von ihnen landen im Gefängnis. Etwa, weil sie Drogen konsumieren, einen Verkehrsunfall verursachen oder sich an Kindern vergehen. Aber auch, weil ihre Geschäftspartner oder philippinischen Ehefrauen sie verleumden, um an ihr Vermögen zu gelangen. Oft warten sie monate-, manchmal jahrelang auf einen Prozess.
linge und hilft auch Guilliard, von dessen Unschuld er überzeugt ist. Er saß selbst 18 Monate lang in philippinischer Haft . Vor dem obersten Gericht des Landes erstritt er seine Freiheit. Guilliard hat Fotos seiner Tochter an die Wand der Zelle gehängt. Mit ihr telefoniert er täglich Er trägt ein gestreiftes Hemd zu einer dunklen Hose, das Gesicht ein bisschen verlebt, in seiner Hand hält er eine Aktentasche. Darin befi det sich sein Schatz: eine schriftliche Genehmigung der philippinischen Regierung, Ausländer in Gefängnissen besuchen zu dürfen, allein, ohne Aufsicht. Alfred Lehnert ist der Leiter des Foreign Assistance Center, einer ehrenamtlichen Beratungsstelle. Er boxt inhaftierte Ausländer, die er für schuldlos hält, aus dem Knast – unentgeltlich. Spenden finanzieren sein Engagement. Lehnert kämpft allein. „Engel der Gefangenen“ nennen sie ihn in Manila.60 Ausländer hat der 60-Jährige in den vergangenen drei Jahren aus verschiedenen Gefängnissen geholt: Deutsche, Araber, Kanadier, Neuseeländer. Viele waren Opfer von Intrigen. Von falschen, aber schwer zu widerlegenden Anschuldigungen wie Ehebruch oder Kindesmissbrauch. Nun hat ihn ein Bekannter Guilliards angerufen und um Hilfe gebeten. „Halte durch, Joachim! Wir kriegen dich hier raus“, sagt Lehnert, als er zu Besuch in Guilliards Zelle kommt, und klopft ihm auf die Schulter. „Ich kann nicht mehr!“, antwortet der Gefangene. Zwei Stunden reden sie über seinen Fall. Lehnert tröstet, gibt Ratschläge, beschwört den Häftling, sich nichts anzutun, verspricht Hilfe, tüftelt Strategien aus. Guilliard schüttelt den Kopf und lässt die Schultern hängen. Es klafft eine Lücke zwischen deutschem Rechtsverständnis und philippinischer Wirklichkeit. Guilliard, ob schuldig oder nicht, verzweifelt an seiner Rechtlosigkeit. Lehnert versucht, Brücken zu schlagen. Auch Lehnert, ein ehemaliger Bauingenieur, kam als Millionär in die Tropen. Vom milden Klima versprach er sich Linderung seiner Rückenprobleme.
Er kaufte schnelle Autos, teure Villen und heiratete. Einige Jahre später zeigte ihn seine Ehefrau an – wegen angeblichem Sex mit einer verheirateten Frau. Das war im Jahre 2003. 18 Monate saß er im berüchtigten Ausländergefängnis von Bicutan, im Militärcamp Bagong Diwa am Stadtrand von Manila, zwischen Kakerlaken, Schlangen und Bettwanzen, „so groß wie Daumennägel“. Lehnert kämpfte. Er studierte das Ausländerrecht, ging durch die Instanzen, trug seinen Fall bis vor den Obersten Gerichtshof der Philippinen – und gewann, als erster Ausländer überhaupt, freigesprochen in allen Punkten. Lehnert ist stur. Noch immer verfolgen ihn die Bilder der Haft. Sein Vermögen ist verloren. Die Anwälte haben enorme Summen genommen. Seine Frau hat seinen Besitz verkauft und sich mit dem Geld und der gemeinsamen Tochter in die Niederlande abgesetzt. Lehnert beschloss, trotzdem zu bleiben. „Zu verlieren hatte ich nichts mehr“, sagt er. Er gründete seine Beratungsstelle, um sich für Menschen einzusetzen, denen sein alter Albtaum neu widerfährt. Heute berät Alfred Lehnert die philippinische Regierung und spielt mit Ministern Tennis.
Er heiratete eine hochrangige Polizistin und schrieb mit am Gesetzentwurf für ein verbessertes Ausländerrecht. Die alten Regelungen stammen aus dem Jahr 1941. Der ehemalige Häftling ist ein angesehener Mann. „Die philippinische Regierung hat begriffen, dass auch Ausländer Rechte haben“, sagt er. „Vor allem, weil sie Investoren ins Land locken will.“ Früher sei er reich gewesen, sagt Lehnert. Jetzt sei er glücklich. Er habe etwas gefunden, wofür es sich zu kämpfen lohnt. Lehnert fährt in einem Taxi durch die schmalen Gassen von Cebu City, vorbei an spiegelnden Bürogebäuden und wackeligen Bretterbuden. Sammeltaxis hupen Passanten von der Straße, es riecht nach gebratenem Huhn, Liebesschnulzen dröhnen aus offenen Fenstern. Lehnert will einen ehemaligen Klienten besuchen. Am Ende einer Seitengasse, auf einem Hügel mit Blick aufs Meer, belegt der 73-jährige Alfred Becker eine Erdgeschosswohnung. Ein lauwarmer Wind weht zum Fenster herein, auf dem Tisch steht ein Glas mit Eistee, im Fernsehen läuft ein Bericht über Haiti. Auf Beckers Knie liegt die Hand seiner jungen philippinischen Freundin Kezia. Er versucht einen Satz in gebrochenem Englisch, aber der Satz misslingt. Kezia sieht ihn an und lächelt. Seine Exfrau wollte ihn abschieben lassen, um an seine Wohnungen zu kommen, erzählt Becker und serviert Würstchen mit Kartoffelsalat. Sie habe einfach behauptet, er hätte sich an seiner Tochter vergangen. Lehnert hat den Fall übernommen – und gewonnen. Nun überreicht er Becker ein Dokument, das ihn freispricht und ihm erlaubt, weiterhin auf den Philippinen zu leben. Lehnerts Verbündeter im Kampf gegen Willkür und Rechtsbeugung ist Commissioner Marcelino C. Libanan, der Chef der Einwanderungsbehörde in der Hauptstadt Manila, ein schwerer Mann mit Brille und Charles-Bronson-Frisur. Er beschreibt sich selbst als „Pfadfi nder, der dem Gesetz dient“. Er sei „ein anständiger Kerl“, meint Lehnert. Einmal die Woche treffen sich die beiden Männer in Libanans Büro in der Altstadt, um sich über Häftlinge auszutauschen oder weil Lehnert mal wieder Libanans Unterschrift auf einem Entlassungspapier verlangt. Manchmal plaudern sie einfach über ihre Familien. Vor drei Jahren übernahm Libanan die Behörde. Damals galt sie als eine der korruptesten im Land. „Es ist eine Schande, was ausländischen Gästen passiert ist“, sagt der Beamte und hebt die rechte Hand wie zum Schwur. „Wir sind kein Verbrechersyndikat mehr. Die Zeiten der Gier und Bestechlichkeit sind vorbei.“ Schmeichelnd fügt er hinzu: „Ohne Alfreds Kampf für Gerechtigkeit hätte sich wahrscheinlich nie etwas geändert.“ Alfred Lehnert nippt an seinem Kaffee und lächelt.
13 Deutsche sitzen zurzeit in philippinischen Haftanstalten. Zuletzt erfuhr Lehnert von einem Tauchlehrer im Ausländergefängnis von Bicutan. Er hatte sein Visum acht Monate überzogen. Alfred Lehnert schüttelt den Kopf über so viel Achtlosigkeit, aber er weiß, dass er wird helfen können, dass der Mann vielleicht schon in einer oder zwei Wochen wieder frei sein könnte. Aus dem Gefängnis von Mandaue erreichen ihn schlechte Nachrichten. Joachim Guilliards Freundin war zu Besuch. Sie hat ihm eröffnet, dass sie einen anderen liebe. Guilliards Anwälte haben noch immer kein Konzept. Sein ehemaliger Kumpel ist abgetaucht. Die zuständige Richterin ist nicht zu erreichen. Sie sei auf Dienstreise, heißt es. Lehnert ist wütend. „Da wird ein Leben zerstört, und niemanden interessiert das“, sagt er und schlägt sich mit der fl achen Hand auf den Oberschenkel. Commissioner Libanan kann in diesem Fall nichts ausrichten. Wieder telefoniert Lehnert mit Richtern, Politikern, Anwälten, vollkommen überzeugt von Guilliards Unschuld. Er gewinnt den Kardinal Vidal als Mitstreiter. Der höchste katholische Würdenträger des Landes verspricht, Guilliard zu besuchen, ihn zu segnen und sich für ein faires und zügiges Urteil einzusetzen. Für den Dienstag dieser Woche, den 2. März, ist endlich ein Termin angesetzt. Das Gericht von Mandaue verhandelt den Fall Joachim Guilliard.
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Reportage aus Heft 09/2010
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Alfred Lehnert (FAC) kam mit dem Schlüssel zur Freiheit. Herr Diekmann ( deutscher Staatsbürger ) sagte, ich hatte das Gefühl mit dem Rücken zur Wand zu stehen. Aber der Vorsitzende des Foreign Assistance Center gab mir die Hoffnung an meine Freiheit zurück. Auch die deutsche Botschaft würdigte die Arbeit des F.A.C.
kmann um Hilfe. Der Chairman recherchierte im Fall Diekmann und bekam ein "Würdigungs-Schreiben" der Deutschen Botschaft. Herr Diekmann beantragte die Freilassung bei Zahlung seiner Overstay nebst zu erwartender Strafe bei der Immigrationsbehörde. Das Bureau of Immigration genehmigte den Antrag von Herrn Diekmann – Ergebnis die Freilassung - am Dienstag, den 26. Januar 2010, wo der FAC Chairman, Frau Diekmann nebst Kind, Herrn Diekmann abholten.